Der erste Gedanke an einen gemeinsamen Urlaub ensprang bereits 2008, aber weder war das Ziel klar noch der Zeitraum, also wurde alles verschoben. Im Winter dann standen dann somit gleich zwei Planungen auf dem Programm, denn ich wollte gerne nochmal nach Most. Aber noch war viel Zeit, da kann man dann auch entsprechend gut planen. Und Arbeitsteilung hift auch immer...ich mach die Most-Sache klar, Sarah blättert die einschlägigen Kataloge durch.

Es war wirklich schön, das kann ich vorweg sagen! Guuuut, drei Tage Schnaulwetter bei nur zwei Regentagen im Schnitt für diesen Monat ist schon ne Hausnummer, aber noch sind wir jung und können uns selbst beschäftigen. Und es wirft schon Fragen und Zweifel auf, wenn ich häufiger von Männern angebaggert werde als Sarah, aber dazu später mehr.

Die Reise begann an einem Samstag, alles scheint in Ordnung...bis Neumünster: Stau! Naja, wir haben ja ein großzügiges Zeitpolster von 15 min eingeplant, das passt schon. Ist aber schon elendlich, wenn der Stau 20 min dauert... Ankunft am Flughafen, unsere Boardkarten bekommen und ab zum Flieger. Erstmal festgestellt, daß EU-Flüge nicht mehr steuerfreien Einkauf zulassen. Schade, aber damit kann ich leben...auch wenn ich die Zigaretten fest eingeplant hatte und nur noch eine Notreserve mit mir rumschleppe.

Der Start, erster Flug für Sarah, ich bin ja schon fleißig mit der Trall von Y-Tours gejettet! :) Der Flug verlief ruhig und die Landung bereitete mir im Gegensatz zum take-off keine Schmerzen. Man sagt, daß Menschen in manchen Bereichen beim ersten Mal verkrampfen, einen Bereich hatte ich somit aufgedeckt und nach eingehender Prüfung konnte ich meine Hand als voll funktionstüchtig erklären.

Mein erster Gang bei der Ankunft führte mich zum nächsten Zigarettenshop, aber ich kann nicht sagen, warum mich die Frau so erstaunt angeschaut hatte...wer kauft denn heutzutage bitte noch einzelne Schachteln?

Das Hotel war schon schön, wir hatten auch Glück mit dem Zimmer. Erst verlaufen und dem Geruch nach zu den Ziegen-, Kamel- oder sonstwas-Ställen getapert fanden wir zum Glück doch einen Raum mit frischer Luft. Wundervolle Aussicht vom Balkon aus, Anlage gepflegt und der Urlaub kann beginnen.

Am ersten Tag wurde dann die weitere Planung vorgenommen, die Reiseleitung hatte sich angekündigt und wir waren neugierig! Die Jeep-Safari hörte sich interessant an und fand auch statt, die Glasbodenbootstour musste wegen Wellengang allerdings gestrichen werden. Die kommen halt nicht von der Nordseeküste die Jungens! Auch der Ausflug Richtung Heraklion wurde wegen mangelnder Beteiligung gestrichen, aber gegenüber gibt es einen Wagenverleih, da können wir uns Selbst auf den Weg machen. Erstmal allerdings fahren wir mit dem Bus Richtung Westen, da gibt es ja sicher auch was zu sehen! Höhlenmenschen, Burgruinen, Piratenschiffe, Cafés, alles vor Ort! Und schönes Wetter! Ja, das war schon was! Und bei zwei weiteren Touren konnten wir uns dann von den Vorzügen der Unabhängigkeit überzeugen, der Aygo macht mobil! Keine Klimaanlage im eigentlichen  Sinne, aber schwache Türdichtungen bei Starkregen. Freilaufende Mülltüten beim Palast von Knossos, nasse Füße im Aquarium, da konnte uns ein Teich im Fußraum auch nicht mehr schocken.

Bei bestem Wetter erkundeten wir dann die Bergkette von Kreta mit einer Grußße von Geländewägelchen. Ein wirklich lustiger Tag, auch wenn Männer mit Arschgeweih wirklich nicht zu den Sehenswürdidkeiten zählen müssen... Der Tag ging wirklich zu schnell um. Und Landschaft haben wir gesehen, noch und nöcher! Viele Mäh-Herden haben uns ausbremsen wollen, aber diese wilden Ziegen sind auch lustig und drollig! :D

Die einheimischen Bars sind auch interessant, die Kellner sind wirklich sehr aufmerksam...warum allerdings ich von dem Kellner eingeladen wurde statt Sarah ist mir weiterhin ein Rätsel, aber da will ich auch nicht weiter nachforschen. Oder wollte er mich nur milde stimmen und mir dann Kamele für meine Begleiterin bieten? Wir waren schnell genug wieder weg, das war auch gut so.

Chania und Rethymno hatten wir uns ausgiebig anschauen können, so daß wir auf Iraklio verzichten konnten...da ist mir Hamburg auch lieber! ;) Gerne hätte ich meinem Vater den Soldatenfriedhof gezeigt, er wollte immer dort mal hin - als Gast selbstverständlich! Leider wollte er uns nicht nach Kreta begleiten, aber Fotos und Eindrücke konnten wir ihm mitbringen.

Nach einer Woche hieß es bereits Abschied nehmen, der Flug nach Hause sollte nochmal eine Kraftprobe werden. Schlau gedacht, daß ich beim Start meine Hand nicht reiche, mein Bein kann ja einiges ab - weit gefehlt! Eine 10-Tonnen-Presse kennt da mehr Erbarmen! Lustig war meine Sitznachbarin, die mir Mut zusprechen wollte...bis ich sie auf diesen besonderen Umstand hinwies, daß ich da was am Bein habe! Ja, Mitleid von Frauen kann dann was Schönes sein...

Die Fotos werde ich noch einbinden, es sind aber weit über 700 Stück geworden. Es war schön dort, aber die Kirsche auf dem Sahnehäubchen war wirklich der Umstand, daß ich nicht alleine los war. Frei nach DMAX: Sarah ist mein "Fang des Lebens"!